Kurzversion

Die medizinische Versorgung entscheidet darüber, ob künftige (bis 2060) Krankheitsfälle im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben behandelt werden können. Gesetzliche Vorgaben werden dann erfüllt, wenn prioritär die Behandlungsqualität vor den Behandlungskosten erhalten bleibt (WZW-Konformität). Eine hohe Indikationsqualität wird dabei als Normalfall betrachtet.

R&D (Research and Development) in der Medizin geben sicherlich eine gewisse Garantie, dass bis 2060 und darüber hinaus, Krankheiten immer effektiver und kosteneffektiver behandelt werden können (Beispiel: Impfung bei Corona-Epidemie).

Behandlung und Prävention von Krankheiten reduziert bei übertragbaren und nicht-übertragbaren, meist chronischen Krankheiten, die Krankheitslast und führt somit zu einer Kompression der Morbidität. Zusammen mit R&D und ausreichenden Behandlungs- und Präventionskapazitäten besteht die verfassungsmässig garantierte Gewähr, dass die Krankheitslast auch künftig adäquat behandelt wird. Unter diesen Voraussetzungen besteht auch die grösstmögliche Chance eines langen Lebens bei guter Gesundheit. Wobei das Vertrauen in die Medizin als Normalfall betrachtet wird.

Unterstellungen zu Effizienz und Vertrauen problematisieren effektive Medizin

Smarter Medicine: Die Schweizerische Gesellschaft für Innere Medizin möchte im Rahmen der smarter medicine Empfehlungen z.B. Statine nach Myokardinfarkt absetzen. Diese weltweit einzigartige Empfehlung demaskiert nicht nur die smarter medicine Bewegung, sie ist strafbar und macht Menschen krank oder tötet sie.

Falsch kalibrierter Risikorechner: Doch dies ist nur das kleinste Mosaiksteinchen, welche ein gesundes langes Leben bedroht. Nehmen wir die Prävention von Herz- und Hirnschlag. Der Risikorechner, benutzt von 15’000 Fachpersonen jährlich, gibt das Herzinfarkt-Risiko als gesamtes, also Hirnschlagrisiko einschliesslich, aus, obwohl das dazu gezählt werden müsste. Viele Menschen in der Schweiz sind deshalb medizinisch unterversorgt. Soweit also ein Ausschnitt, was in medizinischen Kreisen die Bevölkerung krank macht: erhöhte kardiovaskuläre Risiken werden nicht oder verzögert behandelt, Medikamente nach Herzinfarkt sollen abgesetzt werden. Millionenfach werden hier Risiken angehäuft, welche sich künftig in Form vermeidbarer Krankheitslasten als unbezahlbar erweisen werden.

Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW: Die SAMW befürwortet seit 2008 die Rationierung medizinischer Leistungen. Hintergrund ist eine utilitaristische Ethik. Die SAMW unterstützt das Swiss Medical Board, QALY Berechnungen und die Reduktion von Leistungen in der Grundversicherung. Die Vernehmlassung zu Selbsttötungen und der Schlussbericht dazu wurde von der FMH verworfen. Weitere Informationen: Papier, Suizid

Swiss Medical Board: Das Swiss Medical Board erstellt im Auftrag der GDK und anderer Stakeholder HTA Berichte, versteckt Rationierungsauftrag hinter QALY Berechnungen. Stakeholder beim SMB sind die GDK, SAMW, Regierung Lichtenstein, Interpharma, santésuisse, SPO, fmCH, Medizinal Tarifkommission. Falschberechnungen im Statinbericht 2013/2014 und im Mammographie Bericht.

Schlussfolgerungen:

Der VEMS befasst sich seit 2002 mit Effizienzfragen in der Medizin. Aufgrund unserer Forschung sind wir der Meinung, dass die Errungenschaften von Research&Developement und deren Diffusion in die alltägliche medizinische Praxis einen Meilenstein in der Erhaltung der Gesundheit der Schweizerischen Bevölkerung bedeuten. Kritiker dieser effektiven Medizin rekrutieren sich aus der Assekuranz (welche die Kostenseite vertritt) und weiteren Stakeholdern mit teils unklaren Positionsbezügen und Motivationen zur Kritisierung bis Diffamierung effektiver medizinischer Interventionen aus Kostengründen. In der Regel vertreten diese Stakeholder Kostenprobleme, sind aber selber kaum für Versorgung und Fortschritt in der Medizin verantwortlich, trotz gegenteiligen Behauptungen (so erheischen z.B. Krankenversicherer mit anmassenden Titeln wie santésuisse oder curafutura Heilungsversprechen, die sie überhaupt nicht einlösen können, die aber gerade von diesem Problem der eigenen medizinischen absoluten Bedeutungslosigkeit ablenken sollen, um die eigenen Kostenspar-Narrative und Diffamierungen effektiver Medizin geschickt zu kaschieren).

Vermutung: Die Haltung von medizinkritischen Stakeholdern ist alimentiert durch zu maximierende Gewinne der Assekuranz und deren Adlaten. Ziel ist es, die eigenen Kassen zu füllen mit der Unterstellung einer ineffektiven Medizin.

Die volkswirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser politischen Aktivitäten ist eine Expansion der Morbidität, mit entsprechender Kostenfolge. Es müssen nun alle Kräfte mobilisiert werden, um die toxischen Narrative der Assekuranz zu entschärfen und die Bevölkerung in der Schweiz mit adäquater medizinischer Betreuung zu versorgen.

Bisher inaktive Kräfte wie der Bund, die GDK und Swiss Public Health müssen ihre präventiven Versorgungsaktivitäten kompromisslos verteidigen, um die self-fulfilling prophecy der Expansionisten nicht Realität werden zu lassen. Ohne Krankheitskompression wird die Epidemie der chronischen Krankheiten bis 2060 nicht mehr kontrollierbar sein. Die aktuelle Corona-Pandemie ist in diesem Kontext nur ein Vorgeschmack für künftige Krankheitslasten und unversorgte Patientinnen.

Healing, surviving, or dying? – projecting the German future disease burden using a Markov illness-death model: In dieser Markov Modell Studie wird die entscheidende Feststellung auch wissenschaftlich aufgearbeitet. Entweder wir schaffen dank Prävention eine effektive Krankheitskompression oder wir sind gezwungen, Modelle zu erfinden, wie das Leben künftig durch Suizid verkürzt werden kann. Die entsprechenden Modelle werden bereits heute entworfen, doch soll man sie auch anwenden?

  1. Sollen alte Menschen bei drohender Invalidität aufgrund künstlicher Intelligenz (crowd intelligence) auf lebenserhaltende Massnahmen verzichten?
  2. Sollen Menschen ab 65 einen Chip implantiert bekommen, der sie ab einen gewünschten Datum tötet?
  3.  Sind alte Menschen eine nicht akzeptierbare ökonomische Belastung für die Gesellschaft?
  4. Soll die Altersgrenze 75 eine gesellschaftliche Norm werden für Massnahmen irgendwelcher Art?
  5. Soll die Schwelle für Alterssuizid gesenkt werden durch entsprechenden Druck auf alte Menschen?
  6. Soll man im Alter auf Operationen und anderen medizinische Therapien verzichten
    • soll man auch auf Medikamente verzichten, die das Leben im Alter verlängern?

Weitere Konzertierte Aktion:

Die folgende Liste zeigt weitere Stakeholders und assoziierte problematische Interessen.

SGAIMSchweiz. Ges. Allg. Innere Medizin propagiert RationierungslistenStatine ab 75 absetzen, sogar nach HerzinfarktInternistenKlage wegen falschen Empfehlungen bei Swissmedic eingereicht
GDKKantonale GesundheitsdirektionenRationierung spart Kosten im Rahmen von Budget-Impact HorizontenAlle Kantone der SchweizUnklar, wie Rationierungs-Wünsche faktisch legitimiert werden, Konflikt Versorgungsauftrag
InterpharmaDie Geschäftsstelle pharmazeutischer UnternehmungenStakeholder beim SMBPharma-IndustrieRationierung erhöht Krankheitslast, entsprechend höhere Umsätze
SPOCH PatientenstelleStakeholder bei SMB und smarter medicineBrida von Castelberg, Susanne Hochuli, Annina Hess Cabalzar, EDI, u.a.Vernetzung mit Menschenmedizin, SMB, Smarter Medicine
MenschenmedizinRationierung und Rationalisierung medizinischer LeistungenStakeholder bei SPO.Annina Hess Cabalzar, Brida von Castelberg, Konstantin Beck, Nicola Biller-Andorno, Ludwig Hasler, Gerhard Rogler, Thomas Rosemann, Marcel Tanner, Paul Vogt.Reduziert Wirksamkeit einer Therapie auf NNT pro Jahr
StakeholderFunktionProblematik / MotivationInvolvierteAnmerkungen
SantésuisseKrankenkassen VerbandWirtschaftlich-keitsverfahrenKrankenkassenVerfahren wird zur Rationierung von Leistungen benutzt
CurafuturaKrankenkassen VerbandWirtschaftlich-keitsverfahrenKrankenkassenVerfahren wird zur Rationierung von Leistungen benutzt
FMHÄrzteverband SchweizWirtschaftlich-keitsverfahrenArbeitsgruppe WZW FMHFehlender Schutz vor Rationierung durch WZW Verfahren
CSS-Institut / K. BeckEmpirische Gesund-heitsökonomieRationierung in der Grund-VersicherungKrankenkassen, NationalfondRationierungs-Instrument mit pseudowiss. QALY
Polynomics / H. TelserEmpirische Gesund-heitsökonomieRationierung in der Grund-VersicherungPolynomics, NationalfondRationierungs-Instrument mit pseudowiss. QALY
BundBundesamt für GesundheitRationierung von LeistungenBR Berset, Daniel Koch (Hepatitis C)Abusus von Limitationen in der Grundversorgung
MedixAerztenetzwerkRationierung von Statinen > 75Felix HuberPuls-Sendung, Medix Website
SRFSRF PulsRationierung von med. LeistungenGerald TippelmannAngstmacherei vor Statin-NW, Desinformation über Statine
IBMEBioethik ZürichUnterstützt QALY / SMBNikola Biller-AndornoBefürwortet QALY
GDKKantonale Gesund-heitsdirektorenUnterstützen QALY MethodeKathrin Huber, Natalie RickliQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
DVSPDachverband CH PatientenstellenUnterstützen QALY MethodeMario FasshauerQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
fmCHchirurgisch und invasiv tätiger FachgesellschaftenUnterstützen QALY MethodeMichele GenoniQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
ZMTZentralstelle für MedizinaltarifeUnterstützen QALY MethodeAndreas ChristenQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
SPOSchweizerische Stiftung SPO PatientenschutzUnterstützen QALY MethodePeter BerchtoldQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
SAMWSchweizerische Akademie med. WissenschaftenUnterstützen QALY MethodeDaniel ScheideggerQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument
Rechtswissen-schaftUni ZürichUnterstützen QALY MethodeBrigitte TagQALY sind pseudo-wissenschaftliche Rationierungs-Instrument